Erstmals in Deutschland veröffentlicht
Nachwort von Lothar Glotzbach
2005, Paperback, 213 Seiten, € 24,00
ISBN: 978-3-935333-09-2
Ernst Erich Noth schildert in seinem ersten Exilroman "Der Einzelgänger" das soziale und geistige Elend der deutschen Jugend, welches erst den Siegeszug des Nationalsozialismus erklärt. Günther Stein, frisch gebackener Student, der sich auf die Suche nach dem Sinn seines Lebens in dieser seiner Zeit begibt, führt den Leser durch die letzten Jahre der Weimarer Republik, die, wie Günther Stein, untergeht.
"Ernst Erich Noth ist dem französischen Leser bekannter als dem deutschen: er repräsentiert heute für Frankreich die deutsche Jugend, die junge deutsche Literatur. Die Übersetzungen seiner Arbeiten ins Französische erreichen hohe Auflagen, wirken auf den französischen Leser stärker als die Werke von deutschen Berühmtheiten. [...] Für Frankreich war Noth eine Entdeckung. Hier ist er der Sprecher Deutschlands, der problematisch interessanten Besiegten, der deutschen Jugend."
Karl Schierling zu Ernst Erich Noths "Der Einzelgänger", Pariser Tageszeitung, 1936
Aus dem Nachwort zur vorliegenden Ausgabe
Im "Einzelgänger" setzt sich Ernst Erich Noth zum ersten Mal mit dem Thema "Mensch gegen Parteigänger" auseinander, das sein Thema werden wird und das er immer wieder variiert, so auch in den Romanen "La voie barrée" und "Le désert", die im Gewand des Zeitromans - die aktuellen politischen Ereignisse in Deutschland sind der Handlungsrahmen, sind sozusagen historisch-soziologische Romankulisse - der Frage nachspüren: Wieviel ist der einzelne Mensch als Individuum in einer modernen Massengesellschaft wert, sowohl in seiner physischen Existenz als auch als selbständige geistige Persönlichkeit, was impliziert, sich frei und unabhängig für oder gegen ein weltanschauliches System entscheiden zu können. Lothar Glotzbach, 2005
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