glotzi Verlag - Verlag für Schöne Literatur und Essayistik

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Ernst Erich Noth

Straße gesperrt

Roman · Erstausgabe Paris 1937

Deutsche Erstausgabe nach dem Originalmanuskript
Hrsg. und mit Nachwort von Claudia Noth

2006, 1. Aufl. ISBN: 978-3-935333-11-5
2008, 2. Aufl. ISBN: 978-3-935333-14-6
Paperback, 292 Seiten
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Zum ersten Mal nach dem Originalmanuskript und zum ersten Mal in einem deutschen Verlag liegt Ernst Erich Noths Roman »Straße gesperrt« vor. Das Buch erschien 1937 in französischer Übersetzung unter dem Titel La voie barrée in Paris. In »Straße gesperrt« schildert Ernst Erich Noth, wie durch Hitlers Machtergreifung das Leben der Menschen vom politischen Schicksal Deutschlands erfaßt und unumkehrbar gelenkt und bestimmt wird.

Alles schien wohlgeordnet für Hans Hesse, seine berufliche Zukunft gesichert bis zum 30. Januar 1933, jenem Tag, der sein Leben grundstürzend verändern sollte. Der Schöngeist Hesse, entschieden kein Parteigänger irgendeiner Couleur, wird in den Strudel der Politik hineingerissen, durch seine Freunde, die sich den Forderungen der Politik stellen. Zutiefst in seinem Menschsein gedemütigt, muß Hesse erfahren, wie unter der Herrschaft der Nationalsozialisten öffentlich begangenes Unrecht zum verbindlichen Rechtsstatus befördert wird, wie sich Gewalt gepaart mit Rechtlosigkeit aller Lebensbereiche bis hinein in die Privat- und Intimsphäre bemächtigen. Hesse verliert alles, was ihm einmal wert schien, seinem Leben Sinn gab, sogar die Liebe zu Gerda. Sein Freund Georg ist bereits tot, auf dem Feld der Ehre in einer SA-Kaserne erschlagen. Ohne Hoffnung verläßt er Deutschland, sich bewußt, daß diese Flucht nur ein Aufschub ist, auf einem Weg, der auch für ihn unumkehrbar geworden ist wie der seiner Freunde, die auf den Schlachtfeldern der Politik oder jenen des Krieges ihr Leben hingeben werden.

Leseprobe - Straße gesperrt Leseprobe (125 KB)

Nachwort zu »Straße gesperrt« Nachwort zu »Straße gesperrt« (112 KB)